meteoviva und SAUTER

Die strategischen Partner präsentieren „meteoviva ready“

Portrait Jennifer Fest

02.10.2026
Dr. Jennifer Fest
Leiterin Kommunikation & Marketing

Im Fokus

Wie viel Wärme braucht ein Bürogebäude morgens früh? Wann muss die Kühlung anlaufen? Und wie lässt sich ein angenehmes Raumklima mit möglichst wenig Energie erreichen? Digitale Lösungen können solche Fragen heute vorausschauend beantworten. Entscheidend ist jedoch, dass aus intelligenten Berechnungen konkrete Vorgaben für einen effizienteren Gebäudebetrieb werden. Genau hier setzt die Zusammenarbeit von SAUTER Deutschland und meteoviva an. Mit ihrem Ansatz „meteoviva ready“ haben die strategischen Partner die Voraussetzungen dafür geschaffen, die digitalen Lösungen von meteoviva nahtlos mit der SAUTER Gebäudeautomation zu verbinden.

Wie das funktioniert, zeigt beispielsweise mv climate. Grundlage ist ein digitaler Zwilling des Gebäudes, in den Bauphysik, Gebäudetechnik, Nutzung und interne Lasten ebenso einfließen wie Außentemperatur, Sonne, Wind und Wetterprognosen. KI-basierte Algorithmen und thermodynamische Simulationen ermitteln daraus den künftigen Bedarf an Wärme, Kälte und Luftzufuhr.

Künstliche Intelligenz trifft Gebäudeautomation
Seit fünf Jahren arbeiten SAUTER und meteoviva strategisch zusammen. In dieser Zeit wurde die Verbindung der Technologien in verschiedenen Projekten erprobt und kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei rückte neben der technischen Leistungsfähigkeit zunehmend eine ganz praktische Frage in den Mittelpunkt: Wie lässt sich der Aufwand für Planung, Umsetzung und Praxisanwendung weiter reduzieren?

„Für unsere Kunden ist nicht nur entscheidend, was eine intelligente Optimierung leisten kann. Sie muss sich auch wirtschaftlich und mit möglichst wenig Aufwand in die vorhandene Gebäudeautomation integrieren lassen“, so Dr. Andreas Wetzel von SAUTER Deutschland. „Je weniger zusätzliche Projektierung und Schnittstellen erforderlich sind, desto schneller kann der Anwender von der Optimierung profitieren.“

Der Ansatz für „meteoviva ready“ entstand aus der Praxiserfahrung, konkret bei einem gemeinsamen Projekt von meteoviva und SAUTER: iCampus im Werksviertel in München. Um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen, setzen die Entwickler auf ein intelligentes Energiekonzept für den modernen Bürokomplex. Hier verbinden sich Gebäudeautomation von SAUTER mit der prädiktiven Gebäudesteuerung von meteoviva, um so den Energiegebrauch bedarfsgerecht zu steuern und Kosten wie auch CO₂-Emissionen massiv zu senken. Der Anstoß entsprach dem konkreten Kundenwunsch: Die Verbindung der Technologien sollte noch einfacher werden. Genau das ist gelungen.

Vorhandene Datenpunkte direkt nutzen
Das Prinzip dahinter ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Weil die erforderlichen Mess- und Steuerdatenpunkte bereits in der Gebäudeautomation vorhanden sind, müssen für die digitalen Lösungen keine zusätzlichen Steuerdatenpunkte angelegt werden. Die berechneten Werte können direkt in vorhandene SAUTER Regelungsobjekte geschrieben werden.

Das spart Projektierungsaufwand und damit Zeit und Kosten. Gleichzeitig bleibt für den Betreiber transparent, wann die Optimierung durch meteoviva aktiv ist. Im SAUTER Vision Center (SVC), der zentralen Management- und Visualisierungsplattform für die Gebäudeautomation, wird dies direkt an den betreffenden Sollwerten angezeigt. Das meteoviva Cockpit macht auf der anderen Seite Einsparungen und Gebäudestatus transparent.

Auch die Betriebssicherheit ist berücksichtigt. Bei einer Unterbrechung der Datenverbindung sorgt ein Heartbeat beziehungsweise Watchdog dafür, dass die meteoviva Vorgaben zurückgenommen werden. Die lokale SAUTER Automation übernimmt wieder.

„Komplexe Technologie muss für den Anwender nicht kompliziert sein“, erläutert Christoph Grüntgens von meteoviva. „Genau das ist der Gedanke hinter unserem Ansatz: Der technische Aufwand im Hintergrund wird reduziert, während der Betreiber von hoher Kompatibilität, einfacher Bedienung und einem zuverlässigen Zusammenspiel profitiert.“

Aus fünf Jahren Zusammenarbeit wird ein neuer Standard
So greifen die Stärken der beiden Partner ineinander: meteoviva erweitert die klassische Gebäudeautomation um den Blick voraus. SAUTER sorgt dafür, dass die daraus gewonnenen Vorgaben zuverlässig in den Gebäudebetrieb einfließen. Aus einer über fünf Jahre gewachsenen Partnerschaft und den Erfahrungen vieler gemeinsamer Projekte entstand so ein praxisnaher Standard. Für Eigentümer und Betreiber bedeutet das vor allem: weniger Aufwand bei der Umsetzung, geringere Kosten und ein einfacher Weg zu einem energieeffizienteren Gebäudebetrieb.

Christoph Grüntgens verantwortet als Geschäftsführer und Chief Operating Officer den Service und das Projektmanagement bei meteoviva.
Dr. Andreas Wetzel ist Prokurist und technischer Leiter Gebäudeautomation bei SAUTER Deutschland.

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