Energie zu sparen, ist nur der Anfang

5 Sparpotenziale für Ihre Gebäude

Portrait Jennifer Fest

25.09.2026
Dr. Jennifer Fest
Leiterin Kommunikation & Marketing

Im Fokus

Wenn wir über energieeffiziente Gebäude sprechen, denken wir zu Recht als Erstes daran, weniger Energie zu verbrauchen. Nach Angaben der EU entfallen 40 % des Energieverbrauchs der Union auf Gebäude, und rund 75 % des Gebäudebestands sind nach wie vor energieineffizient (Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden). Diesen Verbrauch zu senken ist der direkteste Hebel, sowohl für das Klima als auch für das Budget, und genau dafür wurden die Lösungen von meteoviva von Anfang an entwickelt.

Doch „Effizienz“ bedeutet mehr als das. Ein Gebäude, das effizient betrieben wird, verbraucht nicht nur weniger Energie; der Begriff spiegelt auch wider, wie viel die tatsächlich verbrauchte Energie kostet, wie oft die Anlagen gewartet werden müssen, wie zuverlässig der Betrieb läuft und wie wohl sich Mieterinnen und Mieter fühlen. All diese Faktoren verursachen direkt oder indirekt Kosten, werden jedoch selten in derselben Berechnung berücksichtigt. Betrachtet man sie aber zusammen, gibt es mindestens fünf Aspekte, in denen sich ein effizienter Gebäudebetrieb auszahlt. Natürlich ist nicht jeder Hebel für jeden gleichermaßen relevant, aber es ist mit Sicherheit für jedes Portfolio was dabei.

1. Weniger Energieverbrauch durch vorausschauende Steuerung
Die meisten Gebäude werden nach wie vor reaktiv betrieben: Die Heizung wird eingeschaltet, wenn ein Raum bereits zu kalt ist, die Kühlung, wenn es schon zu warm ist. Diese Reaktion erfolgt immer mit einer Zeitverzögerung, sodass das Raumklima oft nicht ganz stimmt, was dazu führt, dass die Menschen im Gebäude die Sache selbst in die Hand nehmen. Sie öffnen Fenster, drehen die Heizung höher oder die Kühlung runter und wirken damit oft unbewusst dem System entgegen, wodurch der Energieverbrauch noch weiter steigt.

Unsere prädiktive Steuerung verfolgt einen anderen Ansatz. Ein digitaler Zwilling des Gebäudes kombiniert reale Daten von Sensoren vor Ort mit Wettervorhersagen, Nutzungsmustern und den baulichen Eigenschaften des Gebäudes, wie Materialien, Fensterfronten und Ausrichtung. Auf dieser Grundlage berechnet ein thermodynamisches Modell im Voraus, wie viel Heiz- oder Kühlleistung wann benötigt wird.

Beispiel: Wenn ein Bürogebäude eine nach Südwesten ausgerichtete Glasfassade hat, werden sich die Räume an einem sonnigen Nachmittag selbst im Winter erheblich aufheizen. Wenn das im Voraus bekannt ist, kann die Heizung heruntergeregelt werden, bevor die Sonne scheint – und nicht erst, nachdem sich die Räume bereits überhitzt haben.

All dies geschieht automatisch, wie ein Autopilot für Ihr Gebäude. Je nach Gebäudetyp und Kontext lassen sich auf diese Weise bis zu 45 % des Energieverbrauchs einsparen, während das Raumklima konstant im Komfortbereich bleibt.

Relevant für: alle Eigentümerinnen und Eigentümer, da dies die Grundlage ist, auf der alle weiteren Einsparungen aufbauen

2. Weniger für verbrauchte Energie zahlen
Weniger Energie zu verbrauchen ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist der Preis, den Sie dafür zahlen, und dieser Preis ist alles andere als konstant. Die Strompreise schwanken im Laufe des Tages, abhängig von der Nachfrage und davon, wie viel Energie beispielsweise durch Wind- und Solarenergie erzeugt wird. Hinzu kommt, dass viele Gebäude Zuschläge für ihre höchsten Lastspitzen zahlen, selbst wenn diese nur kurzzeitig auftreten.

Demand Side Management berücksichtigt beide Faktoren. Basierend auf den Energiepreisen und dem Bedarf des Gebäudes verlagert es flexible Verbraucher wie Wärmepumpen auf Zeiten, in denen Strom günstig ist – was oft auch der Zeitpunkt ist, an dem der CO₂-Fußabdruck am geringsten ist.

Beispiel: Anstatt am frühen Abend, wenn Bedarf und Preise hoch sind, mit voller Leistung zu laufen, kann eine Wärmepumpe das Gebäude gegen Mittag beheizen, wenn reichlich Solarstrom zur Verfügung steht. Gleichzeitig sorgt die Lastverschiebung dafür, dass Lastspitzen vermieden werden, sodass die damit verbundenen Zuschläge entfallen.

Das Ergebnis ist ein niedrigerer Preis für jede Kilowattstunde, die das Gebäude verbraucht, und eine größere Unabhängigkeit von Energiepreisschwankungen. Das macht Ihr Gebäude zukunftssicher, da flexibler Verbrauch noch wertvoller wird, wenn der Anteil erneuerbarer Energien am Stromnetz weiter wächst.

Relevant für: Eigentümerinnen und Eigentümer energieintensiver Gebäude, insbesondere solche mit Wärmepumpen oder eigener erneuerbarer Energieerzeugung

3. Wartungskosten senken
Reaktive Steuerung ist nicht nur energieineffizient, sondern belastet auch die technischen Anlagen selbst. Da sie erst reagieren, wenn ein Raum schon zu warm oder zu kalt ist, müssen sie oft häufig ein- und ausgeschaltet werden oder mit Volllast laufen, um Bedingungen auszugleichen, die eigentlich vorhersehbar gewesen wären. Für Heizungs-, Lüftungs- und Kühlsysteme bedeutet das einen höheren Verschleiß, was wiederum mehr Reparaturen und kürzere Austauschzyklen zur Folge hat.

Die vorausschauende Steuerung sorgt für einen gleichmäßigeren Betrieb dieser Anlagen. Da der Heiz- und Kühlbedarf im Voraus berechnet wird, können die Anlagen gleichmäßig und nur so stark wie nötig laufen, mit weniger Lastwechseln und weniger Phasen mit voller Leistung.

Beispiel: An einem kalten Montagmorgen, nachdem die Heizung über das Wochenende heruntergeregelt wurde, bemerkt ein reaktiv gesteuertes Bürogebäude erst um 8 Uhr morgens, dass die Räume zu kalt sind. Der Heizkessel muss dann stundenlang mit voller Leistung laufen, um den Rückstand aufzuholen. Bei der vorausschauenden Regelung weiß das System, wann die Menschen eintreffen und wie das Wetter sein wird, sodass es früher startet und das Gebäude schrittweise bei deutlich geringerer Leistung auf Temperatur bringt. Auf diese Weise wird die Lebensdauer Ihrer bestehenden Anlagen verlängert.

Dies hat auch eine menschliche Seite. Wenn das Raumklima konstant im Komfortbereich liegt, gibt es weniger Beschwerden über zu heiße oder zu kalte Räume und weniger Situationen, in denen jemand manuell eingreifen muss. Die Facility-Teams können sich dann auf die Aufgaben konzentrieren, die ihr Fachwissen wirklich erfordern.

Relevant für: Gebäude mit komplexen technischen Anlagen sowie große Immobilienportfolios

4. Kostspielige Ausfallzeiten vermeiden
Für viele Unternehmen sind Gebäude nicht nur ein Vermögenswert, sondern Teil ihres Kerngeschäfts. In Produktionsstätten, Labors, Service- oder Logistikzentren können ein ausfallendes System oder ein ungeeignetes Raumklima schnell zu Prozessstillständen, beschädigten Gütern oder Produktivitätsverlusten führen. Diese Verluste können die gesamte jährliche Energiekostenrechnung leicht übersteigen, was einen zuverlässigen Gebäudebetrieb zu einer Frage der Geschäftskontinuität macht.

Als erster Schritt sorgt die technische Überwachung für Transparenz im Betrieb Ihres Gebäudes. Sie zeigt kontinuierlich, wie Ihre Systeme funktionieren, und weist darauf hin, wo Abweichungen vom Normalzustand auftreten, oft lange bevor dies vor Ort bemerkt würde.

Beispiel: Eine Pumpe im Kühlkreislauf einer Produktionshalle verliert über mehrere Wochen hinweg langsam an Leistung. Die Temperaturen in der Halle scheinen noch in Ordnung zu sein, doch die Daten zeigen bereits, dass das System immer mehr leisten muss, um sie stabil zu halten. Wird dies frühzeitig erkannt, kann die Pumpe planmäßig gewartet oder ausgetauscht werden, anstatt am heißesten Tag des Jahres auszufallen und die Produktion zum Erliegen zu bringen.

In Kombination mit einer vorausschauenden Steuerung, die das Raumklima konstant im geforderten Bereich hält, erhalten Sie so einen Gebäudebetrieb, der nicht nur effizienter, sondern auch absolut zuverlässig ist.

Relevant für: Unternehmen, die ihre Gebäude selbst nutzen und deren Geschäftstätigkeit von diesen Gebäuden abhängt, wie beispielsweise Hersteller, Labore, Dienstleistungszentren und Logistikunternehmen.

5. Mieterzufriedenheit sichern und Leerstand vermeiden
Für Immobilienfonds und Vermieter ist die teuerste Fläche eine, die leer steht. Jeder Monat Leerstand bedeutet entgangene Mieteinnahmen, und die Suche nach einem neuen Mieter ist oft mit zusätzlichen Kosten für Marketing, Renovierung oder Anreize verbunden. Mieter ziehen selten wegen eines einzigen Problems aus, aber ein Raumklima, das regelmäßig unangenehm ist, ist ein Grund, der sich mit der Zeit summiert. Durch vorausschauende Steuerung wird das Raumklima im gesamten Gebäude und das ganze Jahr über konstant im Komfortbereich gehalten.

Beispiel: In vielen Bürogebäuden wird es in den Besprechungsräumen auf der Sonnenseite jeden Sommernachmittag unangenehm warm, während andere Bereiche morgens zu kalt sind. Für die dort arbeitenden Menschen ist dies ein tägliches Ärgernis, und genau diese Art von Erfahrung spielt eine Rolle, wenn ein Mietvertrag zur Verlängerung ansteht. Wenn das Gebäude diese Situationen vorhersieht, anstatt nur auf sie zu reagieren, entstehen die Beschwerden gar nicht erst.

Darüber hinaus bedeutet ein geringerer Energieverbrauch niedrigere Nebenkosten, was Ihre Immobilie sowohl für bestehende als auch für potenzielle Mieter attraktiver macht. Der Einsatz vorausschauender Steuerung von meteoviva reicht zudem aus, damit ein Gebäude den DGNB-Bronze-Status erreicht, was sowohl seine Vermietbarkeit als auch seinen langfristigen Wert steigert.

Relevant für: Immobilienfonds, Vermögensverwaltende und Vermieterinnen und Vermieter von Büro- und Einzelhandelsflächen.

Geringes Risiko: Einsparungen, auf die Sie sich verlassen können
Einsparungen zu versprechen ist einfach. Sie zu garantieren ist eine andere Sache und erfordert, dass man genau weiß, was eine Lösung leisten kann, bevor sie implementiert wird. Hier macht das physikalisch basierte Gebäudemodell hinter der prädiktiven Regelung von meteoviva den Unterschied. Da es auf den tatsächlichen Eigenschaften Ihres Gebäudes basiert und mit mehr als 14 Millionen Betriebsstunden über mehr als 15 Jahre entwickelt und validiert wurde, lassen sich die Einsparungen im Voraus mit hoher Präzision berechnen.

Deshalb garantieren wir für viele unserer Lösungen einen ROI von unter fünf Jahren. Diese Garantie ist kein Marketingversprechen, sondern Teil des Vertrags und wird durch eine spezielle Versicherung abgesichert. Für Sie bedeutet dies, dass das finanzielle Risiko, Ihre Gebäude effizienter zu gestalten, auf ein Minimum beschränkt bleibt. Und der Ansatz hat sich in der Praxis bewährt: Die Lösungen von meteoviva kommen bereits in mehr als 500 Gebäuden in 19 Ländern zum Einsatz, von Bürogebäuden und Einkaufszentren bis hin zu Universitäten und Flughäfen.

Wo Sie anfangen sollten
Wenn Sie das Potenzial Ihrer Gebäude voll ausschöpfen möchten, ist es am effektivsten, sofort mit der prädiktiven Steuerung einzusteigen. Sie senkt den Energieverbrauch vom ersten Tag an, entlastet Ihre technischen Anlagen und hält das Raumklima konstant im Komfortbereich, wodurch die meisten der oben beschriebenen Einsparungen gleichzeitig zum Tragen kommen.

Für alle, die einen schrittweisen Ansatz bevorzugen, ist technisches Monitoring ein guter Einstieg. Diese Lösung macht die Daten Ihres Gebäudes transparent und liefert Empfehlungen für Maßnahmen, die vor Ort umgesetzt werden können. Da sie bereits die für die aktive Steuerung erforderliche digitale Infrastruktur mitbringt, ist der Schritt von der Transparenz zur aktiven Optimierung eher ein einfaches Upgrade als ein neues Projekt.

Egal, für welche Lösung Sie sich entscheiden – alle Ihre Gebäude werden im meteoviva-Cockpit zusammengeführt. Es fungiert als Dashboard für Ihr gesamtes Portfolio und bietet Berichte sowie einen Überblick über Verbrauch, Leistung und Einsparungen auf einen Blick.

Finden Sie Ihre Lösung
Jedes Gebäude ist anders, ebenso wie jedes Portfolio. Welcher der fünf Hebel für Sie den größten Unterschied macht, hängt davon ab, wie Ihre Gebäude genutzt werden, welche technischen Systeme vorhanden sind und was für Ihr Unternehmen am wichtigsten ist.

Wenn Sie herausfinden möchten, wie viel Ihre Gebäude einsparen könnten, schauen wir uns das gerne gemeinsam mit Ihnen genauer an.

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